Geschichte, Kultur, Bevölkerung

Nachdem die Inselkette östlich von Puerto Rico ebenfalls von Christoph Kolumbus verzeichnet und die Eilande mit Namen versehen worden waren – bei den Jungferninseln soll die heilige Ursula mit ihren 1000 Jungfrauen Patin gewesen sein – blieb die indianische Bevölkerung zunächst von spanischen Kolonisten unbehelligt.

Holländische und britische Siedler fassten im 16. Jhdt. Fuß auf St. Croix, im Verlauf ihrer Geschichte gehörte diese Insel dann von 1650 bis 1733 aber zu Frankreich. St. Thomas und St. John waren schon Ende des 17. Jhdts. im Besitz der Dänisch-Westindisch und Guinea Kompagnie, die Dänen etablierten auf St. Thomas einen lukurativen Sklavenmarkt.
1733 kaufte Dänemark St. Croix dazu und mit Zuckerrohr-Anbau und Rum-Destillation gelangten die Plantagenbesitzer zu Reichtum. Charlotte Amalie war die Gattin des dänischen Königs Christian V., nach ihr ist die heutige Hauptstadt benannt, nach ihm heißt die größte Stadt auf St. Croix: Christiansted. Fast zweihundert Jahre gehörten die Inseln zum Dänischen Königreich, aber 1917 kauften die Amerikaner sie als Marinestützpunkte. Deutsche U-Boote schienen den Bau des Panama-Kanals zu gefährden, so dass die USA aus strategischen Gründen die Inseln erwarben.
 
Die Gründung des Virgin Islands National Parks auf St. John geht auf die Initiative von Lawrence Rockefeller zurück. Er erwarb Land auf St. John, um die Insel und die Vegetation vor dem stürmisch wachsenden Tourismus zu schützen. Seit 1956 gibt es den National Park, zu dem auch die kleine Insel Hassel bei St. Thomas gehört (www.nps.gov/viis).