Sehenswürdigkeiten

Castries

Die Hauptstadt von St Lucia ist Anlaufpunkt für viele Kreuzfahrtschiffe. Da sie 1948 durch einen Brand fast völlig zerstört wurde, sind die historischen kolonialen Bauten weitgehend aus dem Stadtbild verschwunden. Nur in der Umgebung des Derek Walcott Square sind noch einige Sehenswürdigkeiten im kreolischen Stil erhalten. Die bemerkenswerteste ist die 1897 erbaute römisch-katholische Kathedrale, die von einem 400 Jahre alten Baum beschattet wird.
Freitags und Samstags kommen die Einheimischen von der ganzen Insel nach Castries, um im Markt auf der Jeremie Street Obst, Gemüse und Kunsthandwerkliches zu verkaufen. Die Metallkonstruktion der Halle stammt aus dem Jahr 1894 und hat die Zerstörung überstanden.
Auf einer Anhöhe am südlichen Stadtrand (Morne Fortune) wurde Mitte des 18. Jhdts. die erste Festung errichtet, heute sind dort die Ruinen, Kanonen und ein Monument zu Ehren der Schlacht von 1796, als die britischen Truppen das Fort eroberten, zu sehen. Nebenbei hat man noch einen weiten Blick bis hin zu den beiden Pitons.

Bucht von Gros Islet

Am nördlichen Ende der weit ins Landesinnere geschwungenen Bucht mit langen Sandstränden ist durch eine Verbindung zur davor liegenden Insel der Nationalpark Pigeon Island geschaffen worden. Pigeon Island hat eine reichere Geschichte als alle anderen Regionen von St Lucia. Zuerst war es die Heimat der Indianer, dann ein Piratenversteck und danach ein Militärstützpunkt. Fort Charlotte ist heute ein College, war früher aber der Schauplatz einiger feuriger Gefechte zwischen den Franzosen und den Engländern. Auch zu besichtigen ist Choiseul Heritage, ein Dorf mit einer lebhaften Geschichte, zahlreichen kunsthandwerklichen Betrieben und einem spektakulären Ausblick.
Das Fischerdorf Gros Islet hat durch den Freitagnacht stattfindenden Jump Up Berühmtheit erlangt, einer offenen Straßenparty mit lauter Musik und vielen kulinarischen Genüssen.

Marigot Bay und Soufrière

Die von Palmen und Mangroven gesäumte Bucht mit Jachthafen war 1963 Kulisse für den Film Doctor Dolittle. Damals gab es allerdings nur wenige Hotels dort. Südlich schließt sich Soufrière an, der älteste Ort der Insel. Französische Siedler gaben ihm den Namen nach den nahen Schwefelquellen. Die Funktion als Hauptstadt musste Soufrière nach mehreren Verwüstungen an Castries abgeben, aber die kreolischen Kolonialgebäude und die katholische Kirche zeugen noch vom Einfluss der Franzosen und zählen zu den Sehenswürdigkeiten.
Südlich der Kleinstadt sind die natürlichen Attraktionen der Insel zu bewundern: die Sulphur Springs (Schwefelquellen) gehören zum Gebiet des Drive-in-Volcano, die dampfenden Spalten liegen im Vulkankrater.

Gros Piton und Petit Piton

Die beiden kegelförmigen Vulkane erheben sich nur fünf km voneinander entfernt aus dem Meer und sind durch den Piton Mitan Ridge miteinander verbunden. Mit einer geführten Tour kann man den Weg wandern und den Gros Piton (797 m) erklimmen.