Sehenswürdigkeiten

San Juan

Die gesamte Altstadt der Hauptstadt steht als UNESCO-Weltkulturerbe unter Denkmalschutz. Viejo San Juan liegt auf einer Insel und ist durch zwei Brücken mit der modernen Stadt verbunden. Ein Spaziergang durch die kopfsteingepflasterten Strassen führt an zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten vorbei, auf keinen Fall versäumen sollte man das Castillo Fuerte de San Felipe del Morro an der äußersten Spitze der Altstadt. Die gewaltige Festungsanlage bewachte einst die Einfahrt zur San Juan Bay, sie galt mit ihren sechsstöckigen, durch Tunnel verbundenen Bastionen als uneinnehmbar. Zur Anlage gehört das 1771 errichtete Castillo de San Cristobal, das Ensemble wird vom amerikanischen National Park Board betreut und zählt zu den am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten von Puerto Rico.
La Muralla, die 15 m hohe, imposante Stadtmauer umschließt Viejo San Juan noch heute fast vollständig. Sie hat eine lange Bauzeit hinter sich, 1539 wurde begonnen und erst 1782 beendete man die wegen ihrer bis zu sechs m dicken Sandsteinquader uneinnehmbare Barriere. Puerta de San Juan oder San Juan-Tor ist als einziges Stadttor erhalten geblieben.
 
La Princesa, ein ehemaliges Gefängnis, ist jetzt Hauptsitz der Puerto Rico Tourism Company. Das restaurierte Gebäude aus dem Jahr 1837 präsentiert eine Galerie der Puertoricanischen Kunst mit Dauer- und Wechselausstellungen.

La Fortaleza ist seit langem der offizielle Amtssitz des Gouverneurs. Erbaut 1540, war Fortaleza zunächst eine Befestigungsanlage, die später mehrfach erweitert wurde.

Nationalpark Caribean National Forest

Benannt nach dem wohlwollenden indianischem Geist Yuquiyu, liegt der El Yunque genannte Park auf der Hochebene der Sierra del Luquillo. Der artenreiche Regenwald ist durch zahlreiche Wander- und Reitwege erschlossen, einer der beliebtesten Trails führt vorbei an Wasserfällen, Bergbächen und kleinen Seen zum 1.070 m hohen Gipfel des El Yunque.

Historische Indianische Siedlungen

Centro Ceremonial Indígena de Tibes

In der Nähe von Ponce im Süden der Insel ist 1970 eine große präkolumbische Siedlung entdeckt worden. Zu dem vor ca. 800 Jahren angelegten Areal gehören ein Friedhof, gepflasterte Wege und Plätze sowie exakt ausgerichtete Steinreihen, die heute als Hilfsmittel für astronomische Beobachtungen gedeutet werden.
 

Centro Ceremonial Indígena de Caguana

Vermutlich im 9. Jhdt. entstand die Siedlungs- und Kultstätte nördlich von Utuado. Die Anlage mit Tempelruinen, gepflasterten Straßen und Feldern für Ballspiele weist zudem Petroglyphe (Felszeichnungen) der damals dort lebenden Taino-Indianer auf.

Das Observatorio de Arecibo

Jeder, der den James Bond Film „Golden Eye" gesehen hat, wird die gigantische Satellittenschüssel sofort erkennen. Das Radioteleskop hat einen Durchmesser von ca. 400 m und eine Wölbungstiefe von 90 m, damit versuchen die Wissenschaftler der Cornell University (Bundesstaat New York) selbst die schwächsten Signale aus dem Weltall aufzufangen.

Parque de las Cavernas de Rio Camuy

Südlich von Arecibo erstreckt sich der Höhlenpark von Camuy. In dem bergigen Gebiet steht eines der weltweit größten Fluss- und Höhlensysteme für Besucher offen. Eine 50 m hohe Höhlenkathedrale ist der Eingang zu einer weit verzweigten Unterwelt, in der man von gut ausgebauten Wandertrassen aus die bizarren Gebilde der Stalagmiten und Stalaktiten bewundern kann.

Panorama-Straße quer durch die Insel

Die Ruta Panorámica führt von Yabucoa im Westen quer durch die Cordillera bis nach Mayagüez im Osten der Insel. Die kurvenreichen 200 km zeigen die vielseitige Vegetation des tropischen Regenwalds, einsame Bergseen, viele Schluchten mit Wasserfällen und einige kleine Dörfer, Kaffeeplantagen und Haziendas. Kenner empfehlen zwei bis drei Tage Reisezeit für die Strecke.