Sehenswürdigkeiten

Fort-de-France

Vornehmes, europäisches Flair im Westen der Stadt steht im Kontrast zur ursprünglichen antillanischen Volkstümlichkeit im Osten. Dort herrscht quirliges Leben, die landestypische Zouk-Musik schallt aus allen Fenstern. Um die große Place/Gardin de La Savane sind die interessantesten Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Das Fort Saint-Luis ist ein monumentales Festungsgebäude, unter König Ludwig XIV. wurde mit dem Bau begonnen. Die spätere Kaiserin Josephine (Gattin Napoleons I.) kam in Trois-Ilets zur Welt, ihr zu Ehren steht ein Denkmal auf dem Platz. Bemerkenswert ist die Bibliothek Schœlcher, die 1889 als karibischer Pavillon auf der Pariser Weltausstellung zu sehen war. Die Kathedrale Saint-Louis stammt aus dem Jahr 1978, ihre sechs Vorgängerinnen sind alle Naturkatastrophen und Kriegswirren zum Opfer gefallen. Diese ist nun erdbebensicher.
Auf keinen Fall versäumen sollte man morgens den Grand Marche mit seinem gigantischen und farbenfrohen Angebot an Obst und Gemüse. Nicht weit entfernt findet der Fleischmarkt statt und der Fischmarkt hat seinen Platz am Canal Levassor.

Le Jardin de Balata

In diesem Garten vor den Carbet-Kegeln mit Durchblicken auf das karibische Meer und die Bucht von Fort de France stehen Prachtexemplare tropischer Pflanzen. Dieses Paradies lockt alle vier Kolibri-Arten der Insel in Scharen an und bietet ideale Bedingungen zum Beobachten der Flugkünstler.

Saint - Pierre

Das heute ca. 5.000 Einwohner zählende Saint-Pierre war ehemals die Hauptstadt der Insel und kultureller Mittelpunkt der Französischen Antillen. Die völlige Vernichtung durch den Ausbruch des Vulkans Mont Pelée 1902 hinderte die Menschen aber nicht daran, die Stadt teilweise wieder aufzubauen. Heute besticht Saint-Pierre mit den Überresten der Befestigungsanlagen, seiner traumhaften Bucht und dem Blick auf die fruchtbaren vulkanischen Hügel. Das naturgetreu wiedererrichtete Gebäude der Handelskammer gehört zu den schönsten Architekturbeispielen der Insel. Weitere Sehenswürdigkeiten sind beispielsweise die Église-de-la-Nativité (Geburtskirche) und die ehemalige Kathedrale Notre-Dame-de-l'Assomption im Quartier du Mouillage sowie das Musée Franck A. Perret, das über die vulkanologische Geschichte informiert und Fundstücke des zerstörten Saint-Pierres ausstellt. Auch die Ruinen des Theaters, der Fortkirche und des Pflegeheims sind zu besichtigen.

Les Gorges de La Falaise

Diese von Lavaströmen modellierte Schlucht liegt nicht weit von Ajoupa-Bouillon. Die wilde Schönheit erkundet man mangels Stegen oder Leitern am besten mit einem Führer der Association des Gorges. In ca. 2,5 Stunden gelangt man so durch eine Klamm zu einem Wasserfall, der in einen riesigen natürlichen Whirlpool stürzt.
Unweit vom Dorf L'Ajoupa-Bouillon beginnt Les Ombrages, dieser botanische Pfad zwischen Wald und Garten ist eine hervorragende Einführung in die Naturerkundung des Nordens der Insel und zeigt zwischen kleinen Wasserläufen die prachtvolle Flora.
 

Nach Trois-Ilets fahren von Fort-de-France den ganzen Tag kleine Fähren. Im Ort befindet sich das größte Touristenzentrum der Insel. Die spätere Kaiserin Josephine wurde 1763 hier auf der Zuckerrohr-Plantage Domaine de la Pagerie geboren, in der pittoresken Pfarrkirche fand die Taufe der als Marie-Josephe Rose Tascher geborenen Tochter eines Marineleutnants statt. Von der Plantage ist noch ein Küchengebäude erhalten, dort ist in einem kleinen Museum die Geschichte der französischen Kaiserin dokumentiert. Als weitere Attraktion ist ein Blumenpark eingerichtet worden.

Trois-Rivières

Schon von weitem sieht man die Windmühle dieser stillgelegten Destillerie inmitten der Zuckerrohr-Felder um den Ort Sainte Luce. Die alten Geräte sind hervorragend erhalten und garantieren einen sehr lehrreichen Besuch zum Thema Rum.

Habitation Rhum Clément

Eine der ältesten Rumfabriken der Insel in Le François. Seit 1995 als Kulturdenkmal klassifiziert, ist dieses Unternehmen auf 16 Hektar Fläche dennoch aktiv produzierend. Sämtliche Herstellungsgeräte, Reifefässer, Lagerräume und sogar das Herrenhaus sind zu besichtigen.

Le Diamant

Der Ort liegt genau gegenüber des gleichnamigen, in 4 km Entfernung vorgelagerten Felsens. Diesen kann man von verschiedenen Aussichtspunkten bewundern. Le Diamant beherbergt einige Seevogel-Arten und ist neben den kleinen Holzhäuschen zudem wegen seiner prähistorischen Funde von Interesse. Der 180 m hohe Felsen war 1804 Schauplatz einer der vielen Schlachten zwischen Franzosen und Engländern, letztere hatten den Stein mit 200 Matrosen und diversen Kanonen besetzt und zum Kriegsschiff erklärt. Fast 17 Monate dauerte die Besetzung, mit Hilfe einiger Rumfässer konnten die englischen Seeleute „besiegt" werden.

Saint-Anne, Savane de Pétrifications und der Grande Anse des Salines

Das südlichste Feriendorf der Insel hat nicht nur besonders reizvolle Strände, sondern in der Nähe gibt es die Savane de Pétrifications zu bewundern. In der fast vegetationslosen Ebene finden sich versteinerte Bäume, eine geologische Kuriosität. Grande Anse des Salines wird mit seinem weißen Sand und den Palmen oft als einer der schönsten Strände der Antillen bezeichnet.