Das Besondere

Die überaus fruchtbare „Blumeninsel" Martinique gehört wie Guadeloupe, St. Barthelemy und Saint Martin zu Frankreich, die Einwohner sind Franzosen und bezahlt wird mit Euro. Die Verbundenheit mit Frankreich ist hier aber nochmals intensiver, schließlich kamen Madame de Maintenon, die letzte langjährige Gefährtin des Sonnenkönigs Ludwig XIV. und die Kaiserin Josephine (Gattin Napoleon I.) von der Insel.

Einer der wenigen noch aktiven, aber ruhenden Vulkane der Kleinen Antillen ist im Norden von Martinique zu finden. 1902 war der letzte große Ausbruch des Montagne Pelée, der das damalige „Paris der Antillen", die Stadt Saint-Pierre in Schutt und Asche legte. Im Musée Franck A. Perret in der zum Teil wieder aufgebauten Stadt zeugen Fundstücke wie geschmolzenes Geschirr, stehengebliebene Uhren und verformte Bügeleisen von der Urgewalt der Lava. Im Hafen der Stadt gingen damals viele der ankernden Schiffe unter, heute sind sie für Taucher interessante Reviere.
 
„Gommier" ist die Bezeichnung eines traditionellen kanuförmigen Bootes, das in der Vergangenheit von den Kariben benutzt wurde, sowie ein Name für das Holz des Kautschukbaumes, aus dem dieses Boot gefertigt wird. Heute ist es verdrängt von Jollen, den so genannten „Yoles Rondes", ebenfalls traditionelle Boote, die von Zimmermännern der Marine hergestellt werden. Jollen-Regatten finden das ganze Jahr über anlässlich der Patronatsfeste statt, für Urlauber besteht die Möglichkeit, sich in das Steuern dieser witzigen Boote einweihen zu lassen. Im August verteidigen die Mannschaften der Tour de la Martinique auf dem Meer die Farben ihrer jeweiligen Gemeinde. Ein farbenfrohes Spektakel, das man nicht verpassen sollte.
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