Sehenswürdigkeiten

Die Inseln von Guadeloupe bieten sehr unterschiedliche Highlights, da sie sich hinsichtlich ihrer Topographie, ihrer Geschichte und ihrer Größe stark unterscheiden.

Basse Terre

Der Nationalpark Parc Naturel mit 30.000 ha umfasst den mittleren Teil der Insel. Dort liegt der Vulkan La Soufrière (1.467 m), einer der neun noch aktiven Vulkane der Kleinen Antillen. Die Carbet Wasserfälle gehören mit 115 m zu den höchsten der Region, etwas leichter zu erreichen ist der Cascade aux Ecrevisses (Flusskrebswasserfall), der ein beliebtes Ziel zahlreicher Touristen ist. Der Park wird von der Route de la Traversée durchquert, sie führt durch den abwechslungsreichen Regenwald und bietet immer wieder markierte Wanderwege.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der Archäologische Park von Roches Gravées, er weist eine große Anzahl von Felszeichnungen auf, die vermutlich von den Arawaken im 3./4. Jhdt. angefertigt wurden.
Vor Malendure im Osten der Insel liegt der Unterwasser-Naturpark Réserve Jacques Cousteau; mit Glasboden-Booten lässt sich dieses 300 ha große Gebiet um die Ilets Pigeon mit seinem vielseitigen Artenreichtum an Fischen und Korallen auch ohne Tauchanzug erkunden.

Grande Terre

Pointe-à-Pitre ist zwar nicht die Hauptstadt von Guadeloupe, aber das wichtigste Zentrum mit insgesamt ca. 100.000 Einwohnern. Die Innenstadt gliedert sich um den Place de la Victorie, so genannt zum Gedenken an den Sieg über die Briten. Während der Französischen Revolution stand hier die Guillotine, mit der der Kommissar Victor Hugues hunderte weißer Plantagenbesitzer hinrichten ließ, die sich der Abschaffung der Sklaverei widersetzten.
La Darse ist der alte Hafen von Pointe-à-Pitre, dort begann die erste Besiedlung durch einige niederländische Familien. Heute legen dort die Wassertaxis und Ausflugsschiffe zu den benachbarten Inseln ab und jeden Tag wird Markt gehalten.
 
Im Grand-Cul-de-Sac marin verwaltet der Nationalpark ein Naturschutzgebiet von über 3.700 ha inmitten einer großen Bucht, die durch das längste Korallenriff der Kleinen Antillen geschlossen ist. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus Mangrovenwäldern und –sümpfen, Grasmooren, Schlickgebieten, Sandbänken und menschenleeren Inselchen, die Erkundung des Schutzgebiets wird mit Glasboden-Booten angeboten.  

Marie-Galante

Die 40 km von den großen Inseln entfernte Marie-Galante mit ihrer hügeligen Landschaft ist vom Zuckerrohranbau und den damit verbundenen Rumdestillerien geprägt. Von den ursprünglich mal 100 Windmühlen ist die Mühle von Bézard noch aktiv und zu besichtigen. Auch heute noch sind Ochsenkarren als Transportmittel im Einsatz, Sonntags finden oft Zugochsenwettkämpfe statt.
Das Schloss Murat in Grand Bourg aus dem 19. Jhdt. besteht aus Natursteinen, heute ist dort ein kleines Museum für Volkskunst und Traditionen untergebracht.