Sehenswürdigkeiten

St. Georges

Mit ihren engen, steilen Straßen und den pastellfarbenen kreolischen Häusern aus dem 19. Jhdt. macht die Hauptstadt einen äußerst malerischen Eindruck. Fracht- und Kreuzfahrtschiffe und bunt bemalte Schoner aus Carriacou legen in dem kleinen Binnenhafen namens Carenage an. Die vollkommene Hufeisenform des Hafens ist das Zentrum der Aktivitäten. Er ist umgeben von Handels- und Warenhäusern sowie schönen Cafés. Gemeinsam mit der Young Street gilt die Carenage als Haupteinkaufsstraße. Außerdem laden der Außenhafen und die presbyterianische Kirche St. Andrew's aus dem Jahre 1830 zu Besichtigungen ein.
 

Fort George

das 1706 von den Franzosen gebaute Fort war immer die zentrale Festung der Stadt. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Carenage und die pastellfarbenen Häuser der Stadt. Die Tunnel, Treppen und engen Durchgänge sowie die gut erhaltenen Kanonen dieser alten Festung sind einen Besuch wert.
 

Fort Frederick

diese 1791 vollendete Bastionsfestung auf dem Richmond Hill bietet einen Panoramablick auf die Inselhauptstadt und ist von üppiger Tropenvegetation gesäumt.
 

Parlamentsgebäude

das York House an der Church Street beherbergt das Repräsentantenhaus, den Senat und das Oberste Gericht Grenadas.
 

Market Square

lebhaft, duftend, laut und farbenfroh – der Markt ist das Zentrum städtischen Lebens. Er ist der Hauptumschlagplatz für einheimische Produkte. Hier kann man kleine handgefertigte Souvenirs erstehen und sich mit Gewürzen eindecken. Ganz in der Nähe am neuen Kreuzfahrtterminal fahren auch alle Minibusse ab.
 

Nationalmuseum

dieses kleine, aber interessante Museum gleich hinter der Young Street entstand aus den 1704 errichteten Bauten einer alten Kaserne und eines Gefängnisses und bietet eine schöne Sammlung an Kunstgegenständen, die die Geschichte und Kultur der Insel widerspiegeln. Das Sammelsurium an Ausstellungsstücken umfasst Fragmente indianischer Töpferwaren, einen alten Rumdestillierapparat und eine Marmorbadewanne, die einst Kaiserin Josephine gehört haben soll.
 

Nationalparks

Interessant sind die Nationalparks Grand Etang (120 Quadratkilometer Fläche mit Grand-Etang-See auf 530 Metern Höhe) und Levera (Küstenpark mit u.a. Seegrasflächen), das Naturzentrum La Sagesse, der Lake Antoine im Krater eines erloschenen Vulkans sowie die Gewürz- und Kräutergärten. Lohnenswertes Ziel sind auch die heißen Quellen am River Sallee und die 20 Wasserfälle.

Gewürzplantagen

Die Gewürzproduktion von Grenada kann man bei einem Besuch der Dougaldston Spice Estate Gewürzplantage oder in einer der Muskatnuss-Verarbeitungsanlagen in Gouyave erleben. Die Rumbrennereien Dunfermline bei Grenville (erbaut 1797), River Antoine und Westerhall sind ebenso zu besichtigen wie die Grenada Sugar Factory, eine Zuckerfabrik in Woodlands bei St. George's, ebenfalls mit Rumproduktion.

Unterwasser-Skulpturenpark

Nur drei Kilometer nördlich von St. George's in einem geschützten Meerespark in der Moliniere Bay gelegen, gibt es seit Herbst 2007 für Taucher und Schnorchler einen Schatz der besonderen Art zu entdecken: hier hat der englische Künstler und erfahrene Tauchlehrer Jason de Caires Taylor den ersten Skulpturenpark der Welt unter Wasser geschaffen.
Auf einer Fläche von mehr als 800 Quadratmetern befinden sich mittlerweile 65 Gipsobjekte, die eine einzigartige Symbiose aus Kunst und Natur bilden. Taylors Figuren, allesamt Abbilder Menschen karibischen Ursprungs, dienen der Unterwasserflora und –Fauna als künstliche Riffe. Durch die ständige Strömung verändert sich auch permanent ihr Aussehen.

Insel Carriacou

Die kleine Insel liegt rund 35 km nördlich von Grenada. Der Name bedeutet „Riffinsel" oder „Riffland" in der Sprache der Kariben, benannt wegen des rund 10 km langen Korallenriffs an der Ostseite der Insel. Die zweitgrößte Insel des Landes ist mit der Fähre von St. George's aus gut zu erreichen. Auf Carriacou haben viele der Insulaner schottische Vorfahren und gleichzeitig sind die afrikanischen Traditionen des Landes – etwa die der Trommler und des Ahnenkults – noch sehr lebendig.
Carriacou bietet feine Sandstrände und natürliche Buchten sowie eine herrliche Aussicht auf die nördlichen Grenadinen. Von hier starten viele Touren durch dieses sagenhafte Segel- und Tauchparadies. Kleine Gästehäuser bieten den Besuchern Übernachtungsmöglichkeiten.