Sehenswürdigkeiten

Santo Domingo

Im sanierten historischen Stadtkern, der seit 1990 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, finden sich noch heute gut erhaltene steinerne Zeitzeugen aus der Epoche der kolonialen Eroberungen. Damit ist die Zona Colonial, wie die Altstadt auf Spanisch heißt, ein Muss für jeden kulturinteressierten Touristen.
 
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der Alcázar de Colón, der Palast, in dem Diego Colón, der Sohn von Christoph Kolumbus residierte. Der von 1510 bis 1514 ohne die Verwendung eines einzigen Nagels erbaute Palast des damaligen Vizekönigs, liegt an der Plaza España mit Blick über den Fluss Ozama. Für sechs Jahrzehnte war der Palast Sitz der spanischen Kolonialregierung in der Neuen Welt. In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde er restauriert und beherbergt heute das Vizekönigliche Museum.
Über die Calle de las Damas, die älteste Steinstraße der Neuen Welt, erreichen Kulturinteressierte weitere koloniale Schätze bequem zu Fuß. Nach historischen Überlieferungen diente diese Straße den Damen der Stadt zum Flanieren und erhielt daher den Namen „Straße der Damen".
 
Zwischen der Straße der Damen und dem Río Ozama liegt die Ozama-Festung mit dem Torre de Homenaje. Von diesem Ehrenturm wurden alle Schiffe begrüßt und natürlich überwacht, die über den Fluss den damaligen Hafen der Stadt anliefen.
Nur einen Steinwurf entfernt finden Interessierte weitere koloniale Kostbarkeiten wie den Borgellá-Palast, in dem einst ein italienischer Statthalter residierte und das von 1714 bis 1745 erbaute Jesuitenkloster Convento San Ignacio de Loyola. Besonderes Highlight ist die Kathedrale Santa Maria de la Encarnación, sie ist die älteste Kathedrale Amerikas, deren Grundstein 1521 gelegt wurde. 1546 wurde sie von Papst Paul III. zur ersten erzbischöflichen Kathedrale der Neuen Welt erhoben. Wirkt die Kathedrale von außen recht schlicht, beherbergt sie im Inneren 14 Kapellen mit teils sehr wertvollen Altären, wie die Virgen de Guadeloupe, oder die Nuestra Señora de Altagracia. Im Jahr 1877 wurde bei Grabungen in den Katakomben das Grab Christoph Kolumbus gefunden, dessen Gebeine 1992 anlässlich der 500-Jahrfeier der Entdeckung Amerikas in den neuen Leuchtturm, Faro a Colón überführt wurden.
 
Der Leuchtturm des Kolumbus wurde östlich des Río Ozama als gewaltiges kreuzförmiges Monument erbaut. Zu den weiteren Attraktionen Santo Domingos zählen nicht nur die zahlreichen Einkaufsstraßen, schicken Restaurants, Bars und Cafés sondern unter anderem auch das Aquarium Acuario Nacional. Besucher erleben die verschiedenen Meeresbewohner der Karibik hautnah, darunter Haie und Schildkröten, indem sie durch einen Tunnel quasi „durch das Wasserbecken gehen". Sowohl der botanische Garten als auch der japanische Garten präsentieren tropische Vegetation in ihrer ganzen Schönheit und Fülle und sind für einen Spaziergang zu empfehlen.
 

Im Südwesten

Am Salzsee Lago Enriquillo, der nach dem berühmtesten Taino-Häuptling benannt wurde, findet sich eine beeindruckende Fauna mit amerikanischen Spitzmaulkrokodilen, Nashorn-Leguanen und einer der größten Flamingokolonien der Karibik. Der 40 Meter unter dem Meeresspiegel gelegene Salz-See ist zugleich die trockenste Region der Insel, wo eine Vielzahl von Kakteen gedeiht. Er dient als Rückzugsgebiet für seltene Tiere und Pflanzen.
 

Im Nordwesten

Im 208 Quadratkilometer großen Nationalpark Los Haitises in der Bucht von Samaná findet der Besucher eine Fülle kleiner Süßwasserflüsse und Mangrovenwälder, die in eine Korallenlandschaft münden, glasklare Lagunen und sogar Tropfsteinhöhlen. Pelikane und andere tropische, seltene Vögel, wie zum Beispiel der Fregattvogel, lassen sich hier beobachten. Ein großes Ereignis ist der jährliche Aufenthalt der Buckelwale, die zwischen Januar und März die Bucht von Samaná ansteuern.