Sehenswürdigkeiten

Roseau

Bei einem Rundgang durch das Zentrum der kleinen Hauptstadt lassen sich die historischen Sehenswürdigkeiten bequem erwandern. Dazu gehören das Dominica Museum am Old Market Place, das Fort Young (heute Hotel) und das Government House. Die katholische Cathedral of Our Lady of Fair Haven lohnt ebenfalls einen Besuch, sie stammt aus dem 19. Jhdt.
Einen guten Panoramablick auf die Stadt bietet der Morne Bruce. An seinem Fuß befindet sich seit 1890 ein Botanical Garden, der mit seinem Artenreichtum an Pflanzen – auch aus anderen Erdteilen – beeindruckt.

Im Roseau Valley

In Wotton Waven, ca 3 km von Roseau entfernt in den Bergen, sind heiße Schwefel-Quellen zu finden. Einige wurden in natürliche Spas integriert, d.h. naturbelassene Becken unter tropischen Bäumen.
Der Middleham Wasserfall ist mit 61 m der höchste auf Dominica. Das „Bade-Becken" an seinem Fuß ist allerdings nur durch Klettern zu erreichen.

Norne Trois Pitons National Park

1975 wurde dieses 6.880 Hektar große Waldgebiet im südlichen Teil Dominicas zum Nationalpark erklärt und 1997 zum Weltnaturerbe. Innerhalb dieser mit Wald bedeckten Bergkette befinden sich der zweitgrößte kochende See der Welt, dazu drei Bergseen, mehrere Wasserfälle und vier Arten von Vegetationszonen.
Die Wanderung zum Boiling Lake gilt als eine der schwierigsten Wanderungen auf der Insel (3 Std. von Laudat aus). Er erscheint wie ein Kessel brodelnden, grau-bläulichen Wassers, das Temperaturen bis zu 92°C erreicht und ist meist in eine wabernde Wolke gehüllt. Der 63 m lange See ist kein vulkanischer Krater, sondern eine mit Wasser gefüllte Fumarole – ein Riss, durch den Gase von der geschmolzenen Lava darunter entweichen.
 
Am Hang des Morne Macaque liegt der Freshwater Lake, von dort hat man einen guten Blick bis zur Ostküste. In ca. 1.000 m Höhe ist der Boeri Lake zu erreichen, ein ehemaliger Krater mit kaltem Wasser.

Cabrits National Park

Portsmouth im Norden der Insel sollte ursprünglich die Hauptstadt werden, der natürliche Hafen ist heute eine Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe, die einzige ihrer Art in einem Nationalpark. Das restaurierte Fort Shirley aus dem 18. Jhdt. bietet ein kleines Museum und einen schönen Blick über die Prince Rupert Bay. Zum Schutzgebiet gehört auch ein Marine Park.
 
Das Kalinago Barana Aute an der Nordostküste ist ein den Nachfahren der Kariben zugesprochenes Reservat. Heute leben dort ca. 3.500 Menschen vom Fischfang, der Landwirtschaft und der Herstellung von Kunsthandwerk. Weitere Sehenswürdigkeiten im Carib Territory sind die katholische Kirche in Salybia, das Carib Cultural Village, das Horseback Ridge und die „Hundekopf-Treppe" aus versteinerter Lava.