Sehenswürdigkeiten

Willemstad

Fort Amsterdam wurde 1635 erbaut und ist heute der Sitz der antillianischen Regierung. Der ehemalige Gouverneurspalast ist Sitz des Ministerrats, der Innenhof ist aber frei zugänglich. Die protestantische Kirche daneben geht auf das Jahr 1769 zurück, sie wurde 1991 renoviert. Im früheren Konsistorialzimmer befindet sich ein Mini-Museum, in verschiedenen Vitrinen sind Liederbücher, Taufkleider, Kostüme, Abendmahlbecher, Bibeln u.s.w. ausgestellt.

Fort Nassau wurde 1796/97 zum Schutz der St. Anna Bay erbaut, benannt nach dem königlichen Haus von Oranien. Es wurde aufwändig restauriert und diente viele Jahre als Kontrollturm für den Hafen und das Öffnen und Schließen der Ponton Brücke. Heute findet man auf der Plattform ein Restaurant mit Bar.

Die Waterfort Arkaden oder Waterfort Boogjes mit Postamt, Restaurants und Geschäften; Abfahrt der Linienbusse; Weltkrieg II Monument für die 162 Gefallenen von den Niederländischen Antillen-Inseln. Die ältesten Teile der Befestigungsanlage gehen bis in das Jahr 1634 zurück. Auf einigen alten Mauern stehen noch die Kanonen und zum Teil sind noch die Haken vorhanden, welche die Ketten gehalten haben, mit denen vor 350 Jahren die Hafeneinfahrt verschlossen wurde. Das Gegenstück ist auf der Otrobandaseite das Rif Fort. 1826 wurde das alte Waterfort durch ein neues Bauwerk mit 136 kleinen Türmen ersetzt.

Koningin Emmabrug, eine 168 m lange Pontonbrücke, verbindet die Stadtteile Punda und Otrobanda. 1888 wurde sie von dem Amerikaner L. B. Smith auf 16 schwimmenden Pontons erbaut und zunächst vom amerikanischen Konsul auf Curacao privat betrieben. Ab 1901 bis 1935 erhob die Curacaose Handelsmaatschappij einen Wegezoll von 2 Cent von jedem Fußgänger. 1939 wurde die Brücke erneuert. Um den Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen, werden die Pontons mit einem Dieselmotor auf der Pundaseite bewegt. Dies geschieht bis zu 25 Mal am Tag, dann werden die Fußgänger mit einer Fähre übergesetzt.

Mikve Israel-Emanuel Synagoge und Museum Joods Cultuur Historisch. Das Museum befindet sich in zwei alten Gebäuden aus dem Jahre 1728 neben der Synagoge. Diese ist über 250 Jahre alt und gilt als die zweitälteste in der westlichen Hemisphäre. 1651 kamen die ersten Juden aus Amsterdam auf die Insel, ein Freibrief garantierte ihnen umfangreiche Landrechte, Steuerfreiheit, Schutz durch die Behörden, Befreiung vom Wachdienst in Kriegszeiten und das Praktizieren ihrer Bräuche und Religion. Sie errichteten eine hölzerne Synagoge und gaben ihr den Namen Mikve Israel, Hoffnung Israels. Das heutige Bauwerk stammt aus dem Jahre 1732. Im Innenhof ist das Museum mit wertvollen rituellen Gegenständen, hier werden auch Thorarollen aus dem Jahre 1492 aufbewahrt. Ende des 18. Jahrhunderts war die jüdische Gemeinde von Curacao die größte und wohlhabendste Gemeinschaft in der Neuen Welt.

Eines der außergewöhnlichsten Museen ist sicherlich das Kura Hulanda Museum in der Klipstraat in Otrobanda (Teil des gleichnamigen Hotels). Die Sammlung stellt das Lebenswerk von Dr. Jacob Kleist dar, der viele Jahre lang afrikanische Artefakte gesammelt hat. Die hochkarätige Ausstellung setzt sich aus eindrucksvollen künstlerischen und kunsthandwerklichen Exponaten aus Afrika sowie auffallenden Highlights präkolumbianischer südamerikanischer Goldschmiedearbeiten zusammen. Eine der Hauptattraktionen des Kura Hulanda Museums ist die originalgetreue und –große Rekonstruktion eines Sklavenschiffes.

Der Schwimmende Markt im Norden von Punda (Kai de Ruyterkade) ist eine kleine Welt für sich. Hier werden von Booten aus, die ihre erdfarbenen Segel als Sonnenschutz quer gestellt haben, Fische, Gemüse und Obst verkauft. Die Händler kommen morgens von Venezuela aus gesegelt, am Mittag geht's wieder zurück.

Eine der größten Touristenattraktionen ist das Curacao Sea Aquarium, das sich nur wenige Kilometer südlich der Stadtgrenze befindet. Das Aquarium wartet mit einer Vielzahl von Wasserbecken auf, insgesamt gibt es hier mehr als 400 verschiedene Arten von bunten Fischen, Anemonen, Schwämmen, Krabben und Korallen. Von diesen Unterwasser-Observatorien aus können Besucher Hai-Fütterungen hautnah miterleben. Auch ein IMAX Kino ist vorhanden. Darüber hinaus bietet das Sea Aquarium seinen Gästen die Möglichkeit, mit Seelöwen oder Delfinen zu schwimmen, zu schnorcheln oder zu tauchen.

Die National Parks

Der eindrucksvolle Christoffel National Park dominiert den gesamten Nordwesten von Curacao. Der Park erstreckt sich rund um den Mount Christoffel, der mit einer Höhe von 375 Metern die höchste Erhebung des Eilandes darstellt. Besuchern bietet sich eine atemberaubende, grüne Landschaft mit einer faszinierenden Mischung aus Stränden, Höhlen und wild lebenden Tieren. Zur exotischen Flora und Fauna zählen beispielsweise Orchideen und Bromelien sowie Leguane und zahlreiche seltene Vogelarten. Insgesamt acht unterschiedliche, gut markierte Wanderwege, sowie einige mehr oder weniger gut ausgebaute Autopisten schlängeln sich durch das Areal. Im Eingangsbereich am Landhaus Savonet an der Straße nach Westpunt befindet sich ein kleines Museum, das anhand von verschiedenen Artefakten Aufschluss über die Vor- und Frühgeschichte Curacaos gibt.

Unweit vom Christoffel Park ist der winzige Shete Boka National Park ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet ist besonders bekannt für seine eindrucksvollen Höhlen und Kalksteingrotten, in deren geschützten Gewässern beispielsweise Korallen und andere Meeresbewohner leben und die Schildkröten ihre Eier ablegen. Wanderer können auf mehreren längeren und kürzeren Trails die atemberaubende Landschaft des Areals oder die Grotten erkunden, wie z.B. die begehbare Boka Tabla.