Geschichte der Kolonialzeit

Antigua Kathedrale in St. John's

Die geschützte Bucht von English Harbour war einst der wichtigste Flottenstützpunkt der Briten in der Karibik, der spätere Lord Nelson hatte dort das Kommando.

Antiguas Hauptstadt St. Johns wartet mit zahlreichen Zeugnissen der britischen Kolonialzeit auf; die St. Johns Kathedrale von 1847 z.B. ist eine beeindruckende gregorianische Basilika und rechts und links von der Hafeneinfahrt sind das Fort James und die Ruinen des Fort Barrington zu besichtigen.
Barbados

Die Architektur im englischen Stil verdeutlicht den Traditionsreichtum der Insel - nicht umsonst sprach man auch vom "Little England" der Karibik. Die erste Statue für Lord Nelson wurde hier in Brigdetown aufgestellt, in London erst 36 Jahre später.

Mit dem Barbados Heritage Passport, der vom National Trust ausgegeben wird, lässt sich eine Vielzahl der Sehenswürdigkeiten kostenlos besichtigen. Die älteste Synagoge der West Indies und eine 250 Jahre alte Zuckerrohr-Windmühle zählen auch dazu.

Fort Amsterdam

Mit ihrer holländischen Architektur ist die historische Altstadt von Willemstad mit den Stadtteilen Otrobanda und Punda als Weltkulturerbe unter Denkmalschutz gestellt worden. Hier haben sich einige der charakteristischen Stadtvillen mit den typischen holländischen Treppen- und Glockengiebeln erhalten.
1651 kamen die ersten Juden aus Amsterdam auf die Insel, ein Freibrief garantierte ihnen umfangreiche Landrechte, Steuerfreiheit und das Praktizieren ihrer Bräuche und Religion. Die Synagoge von 1732 umfasst ein Museum mit wertvollen rituellen Gegenständen.

Dominica, Carib Territory

Das Kalinago Barana Aute an der Nordostküste ist ein den Nachfahren der Kariben zugesprochenes Reservat. Heute leben dort ca. 2.200 Menschen vom Fischfang, der Landwirtschaft und der Herstellung von Kunsthandwerk. In Handarbeit werden die typischen Korbwaren und andere Gebrauchsgegenstände geflochten, verkauft wird zum Teil in der Stadt sowie in einem eigenen Souveniershop im Dorf.

Weitere Sehenswürdigkeiten im Carib Territory sind die katholische Kirche in Salybia, das Carib Cultural Village, das Horseback Ridge und die „Hundekopf-Treppe" aus versteinerter Lava.

Santo Domingo_Dom_Rep

Für die Altstadt von Santo Domingo sollte man sich viel Zeit nehmen. Ein Spaziergang, der alle Baudenkmäler und Museen einschließt, kann sich über mehr als zwei Tage hinziehen. Den Kolumbuspalast, die Plaza de Cultura, den Faro a Colon (auch wenn im Sarkophag nicht die Gebeine von Christoph Kolumbus liegen sollten) und die Festung Ozama sollte man in der Zona Colonial besichtigen, der Weltkulturerbe-Schutz gilt der ältesten Stadt Amerikas. An der Nordküste der Insel gründete Kolumbus zuvor La Isabella, die erste Siedlung in der Neuen Welt. Archäologen haben Grundmauern der Kirche und einige Gräber freigelegt, das Dorf war schon 1496 aufgegeben worden.

Trinidad auf Kuba

Mit den Altstädten von Havanna, von Trinidad und von Cienfuegos sowie der Festung San Pedro de la Roca bei Santiago de Cuba ist die größte Antilleninsel reich an kulturhistorischen Schätzen, alle stehen unter UNESCO Weltkulturerbe-Schutz.


Auch Baracoa lohnt einen Besuch, die älteste Stadt Kubas hat neben verwitterten Kolonialbauten eine großzügige Uferpromenade für Flaneure zu bieten. In Santa Clara befindet sich die Gedenkstätte für Ché Guevara.

San Juan auf Puerto Rico

Auf keinen Fall versäumen sollte man eine Besichtigung der gewaltigen Festungsanlage Fuerte de San Felipe del Morro an der äußersten Spitze der Altstadt von San Juan. Zur Anlage gehört das 1771 errichtete Castillo de San Cristobal, das Ensemble wird vom amerikanischen National Park Board betreut und zählt zu den am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten von Puerto Rico.
Vorher kommt man durch Viejo San Juan, die malerische, denkmalgeschützte Altstadt liegt auf einer Insel in der Bay und ist durch zwei Brücken mit der modernen Hauptstadt verbunden.

Brimstone Hill Fortress auf St.Kitts

Die imposante Festung Brimstone Hill Fortress liegt ca. 250 m über dem Meer, sie gehört seit 2000 zum UNESCO–Weltkulturerbe. 1782 wurde hier eine der größten Schlachten zwischen Engländern und Franzosen geschlagen, es gelang den französischen Seeleuten nicht, die aus Vulkangestein gebaute Festung einzunehmen.

Ein Hurrikan richtete 1834 schwere Schäden an, nicht alle Teile der komplexen Anlage wurden restauriert. Von der oberen Plattform aus sind an klaren Tagen die Nachbarinseln Montserrat und Saba zu sehen.

St. Croix _USVirgin_Islands

Fast zweihundert Jahre dänischer Kolonialzeit haben auf den drei Inseln ihre Spuren hinterlassen, so sind viele Gebäude mit ihrer skandinavischen Holzarchitektur ungewöhnlich in der nördlichen Karibik.
Besonders in Christiansted auf St. Croix sind viele pastellfarbene Häuser aus Holz und Stein aus der frühen Kolonialzeit erhalten geblieben, das Government House von 1747 ist ein eindrucksvolles Beispiel. Als Besitz der Dänisch-Westindisch und Guinea Kompagnie gehörten die Eilande zu Dänemark, 1917 kauften die Vereinigten Staaten sie als Marinestützpunkte.