Karibische Spezialitäten

Natürlich kann man sich auf allen karibischen Inseln mit Pizzen, Hamburgern oder Sandwiches ernähren oder in den Hotels / Resorts so genannte internationale Küche genießen. Aber – warum fliegt man dann zehn Stunden in ein Ferienparadies mit ganz besonderen Spezialitäten und Gerichten?

Vielfältige Einflüsse

Viele Einflüsse haben über die Jahrhunderte die Gerichte und das Essen auf den Großen und Kleinen Antillen geprägt, die Küchenstile und Ernährungs-gewohnheiten der Kolonialherren haben sich ebenso eingenistet wie die der indianischen Urbevölkerung, der westafrikanischen Sklaven, der indischen Kontraktarbeiter und der vielen ausgewanderten Sonnenhungrigen aus aller Herren Länder.

Fische und Fleisch

Die Antillen sind Inseln und so verwundert es nicht, dass Fische und Meeresfrüchte ganz oben auf allen Speisekarten stehen und das Sinnbild der karibischen Küche sind. Ob Fliegender Fisch auf Barbados, Red Snaper auf Dominica, Hummer auf Barbuda, Krabben auf Grenada, Garnelen auf St. Croix (US Virgin Islands) oder die Conch-Muschel auf den Bahamas, immer kommen fangfrische Gaumenfreuden auf den Tisch. Trotz des warmen Klimas wird in der Karibik auch verhältnismäßig viel Fleisch gegessen. Huhn, Schwein, Rind und Ziege sind in allen denkbaren Zubereitungsarten zu finden, die Gewürze und das Gemüse der einzelnen Inseln haben die verschiedenen Variationen inspiriert. Jamaika beispielsweise ist berühmt für seine Jerks (Marinaden), die die Eigenschaften des Fleisches oder des Fisches herausheben und besonders beim Barbecue auf dem Grill ihren Duft und Geschmack entfalten.  Stews (gekochtes Fleisch / Eintopfgerichte) haben wenig mit dem englischen Vorbild zu tun, werden mit vielen Gewürzen besonders auf den Kleinen Antillen gern lange mariniert und dann gekocht. Etwas ganz Neues wird gerade auf St. Lucia ausprobiert: der Rotfeuerfisch (Lionfish) ist zur Bedrohung der maritimen Vielfalt in der Karibik geworden, daher kamen findige Gastronomen auf die Idee, ihn auf die Speisekarte zu setzen. In der Marigot Bay auf St. Lucia ist der Räuber zu haben. „Eat Them to Beat Them! ist die einzige wirkungsvolle Strategie, der Plage Herr zu werden."

Französische Antillen

Typisch für die franko-karibische Küche auf Martinique oder Guadeloupe sind raffiniert gewürzte Fischgerichte mit Hummer, Krebs, Red Snapper oder großen Meeresschnecken. Als Beilagen gibt es häufig Christophine (ein kürbisartiges Gemüse), Brotfrucht, Yamswurzeln und Süßkartoffeln. Hühnchen in Kokossoße ist ein Klassiker unter den Fleischgerichten.

Keine Froschschenkel mehr

Das einstmals beliebte Mountain Chicken ist aus den Küchen von Dominica und Montserrat verschwunden. Der große Frosch war durch eine Krankheit und die Jagd auf seine wohlschmeckenden Schenkel beinahe ausgerottet, nun steht er unter Naturschutz und nicht mehr auf den Speisekarten.

Indische Inspirationen

Unbedingt probieren sollte man auch die vielen indo-karibischen Fastfood-Alternativen, wie man sie in z.B. auf Trinidad überall in einfachen Strandlokalen und Rum-Shops bekommt: Roti nennt sich eine mit Fleisch, Curry-Gemüse oder Shrimps gefüllte Teigtasche, die sich inzwischen als eine Art "karibischer Döner" auf beinahe allen Inseln durchgesetzt hat. Pelau besteht aus Reis, Bohnen und in pikanter Kokosmilch gegartem Schweinefleisch. "Shark & Bake" heißt ein Sandwich mit frittiertem Haifischsteak und einer Auswahl scharfer Marinaden.

Beilagen und Fingerfood

Sehr verbreitet in der karibischen Küche sind Gerichte mit Kochbananen, Brotfrucht oder Okra. Maispasteten, Fladenbrote aus Maniokmehl gibt es auf den Großen Antillen (Dominikanische Republik, Kuba, Jamaika, Puerto Rico) an jeder Straßenecke zu kaufen. Für den kleinen Hunger oder zwischendurch sind dort gefüllte Teigtaschen, in Kochbananenblätter eingewickelte Pasteten oder frittierte Maniokhappen zu empfehlen.

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